Fördergeld © Bauer Alex - Fotolia.com
Die Kultur in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland kann aufatmen: In Zeiten der Krisen und Probleme müssen immer mehr Theater schließen. Um gegen diesen Trend zu wirken, gab es bereits im letzten Jahr einen “Theaterpakt”. Diese Subventionsmaßnahme umfasste 4,5 Millionen Euro zur Linderung der Probleme verschiedenster Theater und Kultureinrichtungen. Das Paket gilt deutschlandweit, da die Regierungsfraktion der Meinung ist, in Krisenzeiten müssen die reicheren Bundesländern den ärmeren helfen. Der Theaterpakt wurde daher auch beim Treffen des Kulturausschusses im Düsseldorfer Landtag am vergangenen Donnerstag, den 12.01.12, um beinah 50 Prozent aufgestockt. Stolze 8,5 Millionen Euro umfasst das Hilfspaket. Damit steigt der entsprechende Etatansatz auf knapp 200 Millionen Euro.
Kulturministerin Ute Schäfer machte noch einmal deutlich, dass für eine lebendige Avantgarde und international wettbewerbsfähige Kunst solche Fördergelder unerlässlich sein. Würden diese Gelder und damit eventuell auch sonst unbeachtete Kunstströmungen wegfallen, würde die kulturelle Teilhabe und Tradition Deutschlands gefährdet. Daher sieht sie auch in Zeiten der europäischen Finanzkrise nicht von der Kunstförderung ab.
Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar hielt bei der Sitzung im Landtag auch einen Vortrag über das Buch als Kulturgut im digitalen Zeitalter. Dieser fand quer durch die Reihen viel Beifall. Vor allem rund um die Digitalisierung müssten sich Gesetzeshüter bald einmal ausführlich Gedanken machen, so Yogeshwar. Die Ministerin Schäfer ist derweil schon gut dabei, gerade jüngere Generationen für das ihr oft fremde oder verpönte Medium Buch zu begeistern: Mit dem “Kulturrucksack NRW”, der bereits seit letztem Jahr in Kraft ist und auch dieses Jahr mit rund drei Millionen Euro gefördert wird. Und auch auf musikalischer Front möchte Nordrhein-Westfalen seinen Nachwuchs unterstützen: Zwei Millionen Euro fließen in das Projekt “Jeki”. Das steht für “Jedem Kind ein Instrument”. Schäfer meinte zum Abschluss, ihr Traum sei es, NRW zu einem “Kinder- und Jugendkulturland” zu machen. Viel Erfolg – und nicht die Erwachsenen vergessen!












