
Quelle: Flickr/Devin Demokan
Claude Cahun, Dora Maar, Sonia Delaunay, Florence Henri, Hannah Höch, Sophie Taeuber-Arp, sowie Katarzyna Kobro und Germaine Dulac verbindet vor allem ihr hohes Engagement, sowie die Wichtigkeit, die sie für jeder ihrer künstlerischen Strömungen darstellen.
Die Ausstellung “Die andere Seite des Mondes, Künstlerinnen der Avantgarde” , soll ein neues Licht auf den feministischen Diskurs dieser Zeit werfen und vor allem beleuchten, welche selbsttändigen Leistungen unabhängig von jeder einzelnen dieser einzigartigen Frauen erbracht wurden.
ihre Kunst drückte sich in verschiedenen Stilrichtungen aus. Malerei, Collage, Modedesign, Fotografie, um nur einige zu nennen.
Mehr als 230 Werke werden präsentiert, von denen jedes einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Kunststilen wie Dadaismus, Konstruktivismus und Surrealismus lieferte.
Das Titelmotiv der Ausstellung ist der Siebenmeilenstiefel von Hannah Höch. Das Bild erfindet Stilrichtungen nicht neu, sondern verbindet sowohl dadaistische Motive, wie auch surreale Elemente zu einer neuen Form des Synkretismus, der künstlerische Barrieren überwindet.
Die meisten der Künstlerinnen kannten sich untereinander, waren teilweise sogar befreundet. So entstand ein Netz aus gegenseitigen Inspirationen, welches die Kunstwelt bis heute bereichert.
Die bisher zu Unrecht unterschätzten Sonia Delaunay kommt in “Die andere Seite des Mondes” endlich die Aufmerksamkeit zu Teil, die ihrer Rolle bei der Revolution der Modeindustrie entspricht. Sie entwickelte mithilfe der konkreten Kunst neuartige Kleiderstoffe. Auch die Werke Katarzyna Kobros, eine bisher eher unbekannte russisch-polnische Künstlerin, die der Strömung des Konstruktivismus zugeordnet wird, werden in ein neues Licht gerrückt.
Die Rolle dieser Frauen in der ästhetischen Revolution Europas zwischen 1920-30, wird in dieser Ausstellung erst richtig deutlich.
So erreicht Susanne Meyer-Büser, die die Ausstellung kuratiert, ihr Ziel der Beleuchtung der anderen Seite des Mondes, die doch für viele traurigerweise so oft unentdeckt bleibt.












